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Case Studies | Stromversorgung
Citel: „Aktive SPDs“
Überspannungsschutzgeräte gewährleisten den sicheren Betrieb von Anlagen und Geräten

Frank Stocker
Field Application Engineer (FAE) Power Supplies
29.01.2026
Transiente Überspannungen gehören zu den häufigsten Ursachen für den Ausfall elektronischer Geräte in der Industrie und in der Gebäudetechnik. Hier bieten die Überspannungsschutzgeräte von Citel eine wirkungsvolle Lösung, um Systeme und Endgeräte auf Netz- und Datenleitungsebene gleichermaßen zuverlässig vor diesen Belastungen zu schützen.


Abbildung: Unterschiedliche Bauformen von SPDs für die Hutschiene, den Geräteeinbau und die Pla-tinenmontage. (Quelle: Citel)
Warum stellen Überspannungen ein wachsendes Risiko dar?
Moderne Industrieanlagen und Gebäudetechnik enthalten immer mehr sensible Elektronik. Mit zunehmender Komplexität und Vernetzung steigen auch die Gefahren durch transiente Überspannungen erheblich. Unerwartete Spannungsspitzen auf den Netz- oder Datenleitungen, die beispielsweise durch Schaltvorgänge von induktiven Lasten wie Motoren oder durch Blitzeinschlag verursacht werden, gefährden sowohl die Datenintegrität als auch die Zuverlässigkeit. Bereits geringe Überspannungen können ungeschützte Geräte beschädigen oder zu kostspieligen Anlagenstillständen führen.
Wo liegen die größten Herausforderungen beim Schutz elektronischer Geräte?
Elektronische Anlagen bzw. die darin in der Regel verbauten AC/DC-Schaltnetzteile sind gemäß den anzuwendenden EMV-Normen nur begrenzt gegenüber kurzzeitigen Überspannungen geschützt. Impulsenergien oberhalb des Schutzlevels der Netzteile, aber vor allem wiederkehrende, wenn auch kleinere Impulsenergien, übersteigen oft die Schutzreserven. Die als Schutzableiter im AC-Eingangskreis der Netzteile integrierten Varistoren werden durch anliegende Überspannungen belastet, altern vorzeitig und bieten somit nur begrenzten Schutz gegen wiederkehrende Überspannungen. Die Datenschnittstellen sind im Vergleich dazu noch verwundbarer. Bis zu 50% aller vorzeitigen Ausfälle bei Schaltnetzteilen sind auf Überspannungen zurückzuführen. Besonders bei industriellen Anwendungen, bei häufigen Schaltvorgängen größerer Lasten oder dem Einsatz unter rauen Bedingungen wie dem Einsatz im Freien, drohen deshalb unerkannte Vorschädigungen oder Funktionsausfälle
Wie sichern aktive SPDs den Betrieb von Anlagen wirksam ab?
Aktive Überspannungsschutzgeräte (SPDs, Surge Protective Devices) sind eine unerlässliche Ergänzung zum netzteilinternen Schutz. Sie begrenzen auftretende Überspannungsimpulse, noch bevor diese kritische Bauteile erreichen können. Von entscheidender Bedeutung sind ein niedriger Schutzpegel von unter 1.500 V, eine hohe Energieaufnahme und die schnelle Reaktionszeit moderner SPDs. Dabei ist nicht allein die maximale Spannungshöhe entscheidend, sondern vor allem die Energie des Störimpulses, die das Gerät aufnehmen und sicher ableiten kann. Diese Energie hängt sowohl von der Impulsdauer als auch von der Impulsform ab. Hochwertige SPDs reagieren innerhalb weniger Nanosekunden, leiten den Stoßstrom kontrolliert gegen Erde ab und begrenzen so die Spannung am Endgerät auf ein für elektronische Komponenten sicheres Niveau. Durch den gezielten Aufbau mit gasgefüllten Funkenstrecken, Varistorblöcken und einer thermischen Trennvorrichtung bleiben Funktionsfähigkeit und Schutzwirkung selbst bei wiederholten Überspannungsereignissen langfristig erhalten. Das verhindert nicht nur die unmittelbare Zerstörung elektronischer Baugruppen, sondern verlängert auch deren Lebensdauer deutlich. Sollte das SPD selbst überlastet sein, trennt eine integrierte Vorrichtung das Gerät automatisch ab und signalisiert den Wartungsbedarf. So bleiben Anlagen und Infrastruktur geschützt.
Welche Typen von Überspannungsschutz kommen wann zum Einsatz?
Ein maßgeschneidertes Schutzkonzept kombiniert verschiedene SPD-Typen, die auf die jeweilige Installationsumgebung abgestimmt sind.
- Typ 1: Blitzstromableiter für den Hauptverteiler
- Typ 2 / 2+3: Schutz gegen Schaltüberspannungen und induzierte Störgrößen für die Montage in der Verteilung oder direkt am Endgerät.
- Typ 3: Geräte- bzw. Feinschutz direkt am Endgerät, sofern SPDs in der Unterverteilung vorhanden sind.
- Kombinierte Varianten (1+2+3): Gesamtschutz für komplexe Systeme.
Zur Auswahl stehen Lösungen für die Hutschiene, zum Chassiseinbau oder als Modul für die Platinenmontage. Sie sind optimal für Industrie, Infrastruktur und kompakte Elektroniksysteme geeignet.
Doch wie lassen sich bestehende Installationen nachhaltig schützen?
Selbst bei einem vorhandenen Überspannungsschutz in der Hauptverteilung können lange Leitungswege oder Störungen innerhalb des Gebäudes neue Risiken verursachen. Die Nachrüstung eines SPD direkt am Endgerät bietet gezielten und nachhaltigen Schutz vor Folgeschäden, verlängert die Lebensdauer der Elektronik und verringert die Wartungskosten. Besonders bei systemrelevanten, außenliegenden oder schwer zugänglichen Anlagenteilen lohnt sich diese Investition.
Bei uns
Wir führen als Stromversorgungslieferant verschiedene Hersteller wie Citel, MEAN WELL, Recom, und andere im Sortiment. Rund 8.000 verschiedene Typen an Netzteilen bevorraten wir in produktionsgerechten Mengen in unserem automatisierten Zentrallager in Monheim am Rhein. Zudem bieten wir als zuverlässiger Lieferant schnelle und kompetente Unterstützung, etwa durch direkte Ansprechpartner und einem Außendienst für die Problemlösung vor Ort. Unsere Kunden profitieren von der raschen Bearbeitung ihrer Anfragen, der Bereitstellung von Datenblättern und Mustern sowie von unterschiedlichen Liefermengen vom Muster bis zur Serienfertigung.
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